Die Anfänge

Die ältesten Spuren des Lebens reichten etwa 3.5 Milliarden Jahre in die Vergangenheit unseres Planeten. Winzig kleinste Bakterien taten sich damals hervor und besiedelten die Erde. Seitdem hat die Evolution Millionen verschiedener Arten hervorgebracht – eine davon sind wir Menschen. Unter dieser Vielfalt aber haben wir alle eines gemeinsam: jedes einzelne Lebewesen war in Evolution und Entwicklung stets geprägt von der Schwerkraft unseres Planeten.

Was genau sie in unseren Körpern bewirkt, ist nicht vollständig verstanden. Jedoch sind schwerkraftbedingte Anpassungen überall zu finden:

Pflanzen beispielsweise besitzen Schwerkraftsensoren, so wachsen sie mit ihren Wurzeln nach unten, ihre Triebe nach oben.

Tiere haben diese Sensoren im Innenohr. Befruchtete Eizellen und Embryos zeigen bereits während ihrer Entwicklung Reaktionen auf die Schwerkraft. Die Körperachsen von amphibischen Embryos werden nach ihr festgelegt: Wo sind Rücken und Bauch, wo ist vorne und hinten?

Auch der menschliche Körper ist bis ins Detail an die 1 G angepasst. Die Lage unseres Herzens etwa, oder die Anatomie unserer Blutgefäße, sind für ein Überleben auf Erde perfektioniert.

Spannend wird es, wenn man dieses heimische Schwerkraftfeld verlässt.

Ein Teil der Weltraumphysiologie beschäftigt sich nun damit, was passiert, wenn wir uns in Schwerelosigkeit begeben. Das ist nicht nur für zukünftige Weltraumflüge interessant, sondern auch, um zu verstehen, wie unsere Körper hier auf der Erde funktionieren – welche exakten Auswirkungen hat die Schwerkraft auf uns?

Abgesehen davon, dass dies allein bereits wahnsinnig spannend ist, ermöglicht es uns die Erforschung zahlreicher Lebensprozesse. So altert man im Weltall etwa 10 Mal schneller als auf der Erde. 

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